Scheidung oder Getrenntleben

  

Warum an der Ehe festgehalten wird

 

Die Gründe für ein Festhalten an der Ehe sind vielfältig. Häufig sind es finanzielle Gründe oder die gemeinsamen Kinder, aber auch Sätze wie: "Er ist ein Arsch, aber der Sex ist ok." haben wir in unserer langjährigen Praxis schon zu hören bekommen.

 

Wer aus Rücksicht auf die gemeinsamen Kinder an einer Ehe festhält, sollte sich darüber im Klaren sein, dass ein täglicher Kleinkrieg den Kindern mehr schadet als eine eindeutige Situation durch Trennung und Scheidung.

 

Doch es geht nicht nur um die Kinder, sondern auch um die Eheleute selbst. Viele leiden stumm und landen nicht selten in der Depression oder versuchen durch eine (vermeintliche) Flucht in den Alkohol, die Situation zu ertragen.

 

Wir können allen, die nicht em Ende voller Verbitterung zurückschauen wollen, nur von einem Festhalten an der Ehe abraten. Auch wenn eine Scheidung mit einer starken Veränderung einhergeht, ist sie in den Fällen, in denen Betroffene zu sehr leiden, das letztlich richtige Mittel, um das Leiden zu beenden und einen Neustart zu beginnen.

 


 

Aus der Sicht des Besserverdienenden

 

Aus Sicht des Besserverdiendenen macht ein klarer Schlussstrich Sinn, da sowohl der Zugewinn als auch der Versorgungsausgleich fortan nicht mehr geteilt werden. Auf die Durchführung des gesetzlich vorgeschriebenen Zugewinnausgleichs oder des Versorgungsausgleich kann sogar gänzlich verzichtet werden, wenn es gelingt, sich dem anderen Ehepartner über einen Verzicht zu einigen. Hierbei ist neben einem Totalverzicht (der gar nicht mal so selten vorkommt), auch ein Teilverzicht denkbar, der je nach Einzelfall mit einer mehr oder weniger großen Entschädigungszahlung verbunden sein kann. 

 




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